Weitere Tätigkeiten

Konzept und Realisierung Lernpfad "Felsenweg"

Warum steht hier ein Lift?", "Wie sieht der Untergrund des Vierwaldstättersees aus?", "Wie funktioniert der Hammetschwand-Lift?" und "Warum räumt der Förster die herumliegenden Bäume nicht weg?". Diese und acht weitere Fragen werden der Besucherin und dem Besucher beim Spaziergang über den berühmten Felsenweg am Bürgenberg gestellt. Die Fragen sind auf kleinen Aluminiumschildern am Geländer entlang des Weges angebracht und zwar an Stellen, an denen sich die Besucherin genau diese Frage möglicherweise auch ohne Tafel gestellt hätte. Die Frage "Warum steht hier ein Lift und keine Bergbahn" ist beispielsweise dort, wo man beim Gang über den Felsenweg den Lift zum ersten Mal sieht. Und warum nun: Die Antwort erhält der Besucher über sein Smartphone, indem er den auf der Platte angebrachten QR-Code scannt. Er wird direkt auf die Antwort geführt. Diese wird je nach Interesse der Leserin oder des Lesers in vier verschiedenen Differenzierungsgraden angeboten: vom Wesentlichen in aller Knappheit bis zu ausführlichen Vertiefungen. Gästen ohne mobiles Gerät werden Kurzantworten auf einer eingangs Felsenweg erhältlichen  Broschüre zur Verfügung gestellt.

Das Felsenweg-Team der PH Luzern bei der ersten Tafel: Armin Rempfler, Dorothee Brovelli, Matthias Hösli und Barbara Sommer (v.l.n.r). Es fehlen Karin Fuchs, Michel Hauswirth und Marianne Landtwing
Das Felsenweg-Team der PH Luzern bei der ersten Tafel: Armin Rempfler, Dorothee Brovelli, Matthias Hösli und Barbara Sommer (v.l.n.r). Es fehlen Karin Fuchs, Michel Hauswirth und Marianne Landtwing

Kurzvortrag am 3. Innovationstag Naturwissenschaftlich-technischer Unterricht (SWiSE) in Bern Samstag, 10. März 2012

Prof. Dr. Dorothee Brovelli, PH Luzern:
Ausserschulische Lernorte zum Thema Technik – Lernerfolg automatisch inbegriffen?

Abstract
Exkursionen zu Kraftwerken, technischen Museen, Forschungsinstitution und Fabriken ermöglichen Lerngelegenheiten, wie sie die Schule so nicht bieten kann. Aber lernen die Schülerinnen und Schüler dabei wirklich mehr als im normalen Unterricht? Wie wirkt sich der Besuch eines ausserschulischen Lernorts auf die Motivation für naturwissenschaftlich-technische Themen aus? Forschungsergebnisse zur Wirkung ausserschulischen Lernens auf Lernzuwachs und Motivation geben Hinweise, worauf Lehrpersonen achten müssen. Dabei kommt der Einbindung der Exkursion im Unterricht eine wichtige Bedeutung zu.

Artikel "Ausserschulische Lernorte – eine interdisziplinäre Annäherung" in der Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften

Niederhäusern, R. von, Brovelli, D., Fuchs, K. & Rempfler, A. (2012). Außerschulische Lernorte – eine interdisziplinäre Annäherung. Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, 3(1) (im Erscheinen).

Abstract
Der Artikel nimmt die 2. Tagung Ausserschulische Lernorte vom September 2011 an der PH Luzern als Ausgangspunkt, um eine Definition für „Außerschulische Lernorte“ vorzuschlagen und die Spannbreite der empirischen Forschung im deutschen Sprachraum gerafft zu skizzieren. Es folgt ein Porträt der interdisziplinär ausgerichteten Fachstelle für Didaktik Ausserschulischer Lernorte (FDAL) der PH Luzern. Abschließend gibt der Artikel einen Einblick in den ersten Band der im Herbst 2011 lancierten Schriftenreihe „Ausserschulische Lernorte – Beiträge zur Didaktik“.

Artikel "Ausserschulische Lernorte in der Lehrpersonenbildung" in der Zeitschrift Beiträge zur Lehrerbildung

Brovelli, D., Niederhäusern, R. von & Wilhelm, M. (2011). Ausserschulische Lernorte in der Lehrpersonenbildung. Beiträge zur Lehrerbildung, 29(3), 342–352.
Bestellung des Hefts

Abstract
Dem Lernen an ausserschulischen Lernorten werden positive Wirkungen auf kognitiver und affektiver Ebene bescheinigt. Gleichzeitig finden sich in der Forschung aber auch Hinweise darauf, dass die professionelle Kompetenz von Lehrpersonen eine entscheidende Voraussetzung ist, um das Potenzial ausserschulischer Lernorte lernförderlich ausschöpfen zu können. Der Artikel trägt solche Ergebnisse zusammen und erläutert anhand der Bereiche pädagogisches Wissen, fachdidaktisches Wissen, Fachwissen und Überzeugungen bzw. motivationale Orientierungen, welche spezifischen Kompetenzen für ausserschulisches Lernen erforderlich sind. Wie diese in der Lehrpersonenbildung entfaltet werden können, zeigen jeweils Umsetzungsbeispiele aus dem Studiengang Sekundarstufe 1 an der PH Luzern im Fach Naturwissenschaften. Aus der Bedeutung des Lernens an ausserschulischen Orten ergibt sich dabei die Forderung, diesen Aspekt der Professionalisierung bei angehenden Lehrpersonen zu unterstützen und in der Lehrpersonenbildung fest zu verankern.

Brown Bag Seminar vom 14. Juni 2011

Am Dienstag, 14. Juni 2011, haben Prof. Dr. Dorothee Brovelli und Raffael von Niederhäusern von der FDAL am Brown Bag Seminar in den PH-Räumlichkeiten an der Töpferstrasse 10 referiert:

Ausserschulische Lernorte – Forschungsstand, Forschungsdesiderata und die Fachstelle für Didaktik Ausserschulischer Lernorte (FDAL)

Ein Ziel der FDAL ist es, einen Beitrag zu leisten zur wissenschaftlichen Diskussion in den Themenbereichen ausserschulische Lernorte, fächerübergreifender Unterricht und überfachliche Kompetenzen. Dazu wurde im Referat der aktuelle Forschungsstand dokumentiert und reflektiert.

Der Vortrag gab einen Überblick über den Stand der Forschung in verschiedenen Fachbereichen und zeigte Forschungsdesiderata auf. Dabei wurden exemplarisch Forschungsbefunde aus dem Bereich Naturwissenschaften dargestellt. Diese Wirksamkeitsanalysen ausserschulischer Lernorte zu Motivation und Lernzuwachs sollen Anregungen für künftige Projekte an der PH Luzern geben.

Pilotstudie zur Optimierung der Lawinenausbildung von Schneesportlern

Im Winter 2010/11 führt die PH Luzern unter der Leitung von Armin Rempfler, Fachleiter Geographie und Verantwortlicher Geographie der FDAL, in Kooperation mit dem Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF  in Davos (Stephan Harvey) eine gemeinsame Pilotstudie durch. In Lawinenkursen werden ca. 300-400 aktive Schneesportler/innen (Ski- und Snowboard-Tourengeher/innen) nach ihren Alltagsvorstellungen und dem fachlichen Wissen über Lawinen sowie ihrer Fähigkeit, dieses Wissen zu vernetzen (Systemkompetenz), befragt. Das Ziel der Studie besteht darin, erste Anhaltspunkte über die Lawinenkenntnisse erfahrener Tourengeher/innen zu erhalten, um die Lawinenausbildung vor dem Hintergrund neuerer didaktischer Ansätze zu optimieren.

Lust auf Zukunft! – Energietagung für Lehrpersonen

Prof. Dr. Dorothee Brovelli, Dozentin für Naturwissenschaften und ihre Didaktik an der PH Luzern und Verantwortliche Naturwissenschaften der Fachstelle für Didaktik Ausserschulischer Lernorte, hielt am 5. Februar 2011 in der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) Rathausen bei Emmen (LU) ein Referat mit dem Thema "Beispiel Lernort Kraftwerk – Die Wirkung ausserschulischen Lernens auf Wissen, Motivation und Kompetenzen, sowie die Wichtigkeit der Einbettung im Unterricht".

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Kulturwege Schweiz

Der Weg als Element der Kulturlandschaft: Zur Umsetzung dieser Thematik im Schulunterricht erarbeiteten ViaStoria und die Pädagogische Hochschule Bern ein Didaktikprogramm, das von der Stiftung Pro Patria finanziert wird. An der ersten Phase der Umsetzung war der Leiter der Fachstelle massgeblich beteiligt, indem er beim im Rahmen des Projekts entstandenen fächerübergreifenden Lehrmittel Unterwegs auf Kulturwegen als Autor sowie als Content Manager der dazugehörigen Web-Datenbank (lernen-unterwegs.ch) mitwirkte.

Industriepfad Lorze

Holz, Naturstein und Beton – drei Generationen von Brücken im Lorzetal zwischen Ägeri und Baar.

Vom Ägerital über Baar, Zug und Cham bis an die Reuss: Mit Geografen zusammen beteiligte sich Kurt Messmer, Fachberater Geschichte und ehemaliger Verantwortlicher Geschichte der FDAL, an einer fächerübergreifenden Erkundung, die demnächst Lehrpersonen aller Stufen und ihren Klassen zugute kommen soll.

Archäologischer Lernpfad Wauwilermoos

Station 5 des archäologischen Lernpfads

Das Wauwilermoos zählt zu den bedeutendsten steinzeitlichen Fundstellen Europas. Andrea Lötscher und Isabel Luginbühl, zwei angehende Primarlehrerinnen der PH Luzern, realisierten hier 2010 eine modellhafte Lernumgebung vor Ort, unterstützt von der Luzerner
Kantonsarchäologie und vom Fachberater Geschichte. Der archäologische Lernpfad hat insgesamt sechs Stationen, Ausgangspunkt ist ein Info-Pavillon bei den drei rekonstruierten jungsteinzeitlichen Häusern.
(→ Flyer zum archäologischen Lernpfad Wauwilermoos)

Arbeitersiedlung Sonnenhof in Emmen

Fabrikinternat der Viscose in Emmen für "fadengewandte" junge Frauen 1923

Die Arbeitersiedlung Sonnenhof in Emmen ist ein offenes Geschichtsbuch: Direktor, Meister, Büetzer und Fabrikmeitschi in je typischen Bauten. Das erfuhren zwei Emmer Schulklassen in einer Spezialwoche auf einem Rundgang mit Kurt Messmer, Fachberater Geschichte und ehemaliger Verantwortlicher Geschichte der FDAL.

Das Schützenhaus in Sursee – historisch erklärt und mit dem "Freischütz" musikalisch umrahmt

Kulturgeschichtlich-musikalischer Stadtrundgang durch Sursee

Zum Jubiläum 40 Jahre Musikschule Sursee fanden Musikschüler/innen mit ihren Lehrpersonen und Kurt Messmer zu einem eher ungewohnten Projekt zusammen – ein Gewinn für alle Beteiligten!

St. Urban: Klostergründung vor über 800 Jahren – die heutige Kirche erbaut 1715

Das Luzerner Hinterland erfahren...

Der stärkste Antrieb für das Lernen an ausserschulischen Lernorten ist das eigene Erkunden. Das zeigte sich einmal mehr, als 35 Geschichtslehrpersonen der Luzerner Kantonsschulen mit Kurt Messmer im Amt Willisau unterwegs waren – per Velo.

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