Lehre an der PH Luzern

Ausserschulische Lehrangebote haben an der Pädagogischen Hochschule eine feste Tradition. In der Ausbildung an der PH Luzern wird Ausserschulisches Lernen in Form von regelmässigen curricularen Lehrveranstaltungen, (fächerübergreifenden) Studienwochen und Tagesprojekten angeboten.

Curriculare Lehrveranstaltungen

Geographie

  • Sekundarstufe I: Ausserschulisches Lernen im Geographieunterricht (GGAL): Theoretische Grundlagen, Exkursionstypen. Konzipierung von Exkursionen, Durchführung ausgewählter 1:1-Sequenzen vor Ort (Zentralschweiz).
  • Sekundarstufe I: Geographische Exkursionen (GGEX): Aus einem Semesterangebot (jeweils FS und HS) wählen Studierende halb- und ganztägige Exkursionen aus. Mit Studienabschluss müssen sie fünf Tagesexkursionen besucht haben. Die Exkursionen sind primär fachwissenschaftlich ausgerichtet.
Exkursionen im Fach Geographie
  • Linth-Korrektion mit dem Velo „er-fahren“: Das Linthwerk – gestern, heute, morgen (Geschichte der Linthebene, Linthwerk, Hochwasserschutz und Lebensraumerhaltung)
  • Stadtexkursion Zug – auf den Spuren der Raumplanung: Raumplanung allgemein, Zuger Landschaft, Stadtstruktur, Verkehr, Quartierentwicklung, Wirtschaftsstandort Zug, Industrie und tertiärer Sektor
  • Eigental (Einführungsexkursion): Tektonik, Alpenrandgenese, Höhenstufung, Wald als Teil der Natur- und Kulturlandschaft, hydrologische Verhältnisse
  • Von Goldau bis Brunnen: Geologie/Geomorphologie, Höhenstufen, Verkehrs-/Siedlungsentwicklung, Tourismus
  • Geologie vom Schiff aus: Geologie, Tektonik und Petrographie der Region „Vierwaldstättersee“
  • Pilatus: Natur- und Kulturraum (Erdgeschichte, Geologie, Tourismus, Alpwirtschaft)
  • Biosphärenreservat Entlebuch – Modell der nachhaltigen Regionalentwicklung (inwiefern Modellregion; Beitrag an Bildung für nachhaltige Entwicklung)?

Geschichte

  • Primarstufe: Exkursionen in die Luzerner Altstadt im Rahmen des Moduls M&U, Arbeitsfeld Zeit / Geschichte
  • Sekundarstufe I: Halbmodul "Historisches Lernen vor Ort" am Beispiel des alten und neuen Luzern

Naturwissenschaften

  • Primarstufe: Akzessmodul "Biologie" Auseinandersetzung mit der Natur rund um das Schulhaus: Kurzexkursionen und ausserschulische Kurzprojekte.
  • Sekundarstufe I: Modul "Vielfalt der Arten A"; 3 systematische Exkursionen (Fische, Wasservögel usw.) und 2 ökologische Exkursionen mit Projektaufträgen (Pilzökologie, Waldökologie usw.).
  • Sekundarstufe I: Modul "Vielfalt der Arten B"; 8 systematische Exkursionen (Singvögel, Amphibien, Gräser und Kräuter, Gehölze usw.) und 2 ökologische Exkursionen mit Projektaufträgen (Fliessgewässerökologie, Schulhausumgebung usw.).
  • Sekundarstufe I: Modul "Arbeit und Energie B"; 3 Fachexkursionen zu den lokalen Energieproduzenten (Atomkraft, Wasserkraft, Biogas usw.).
  • Sekundarstufe I: Modul "Technik und Verkehr", Studierende erhalten einen Einblick in die Technik (Exkursionen zu Hightechfirmen) und erklären Technik am Objekt (didaktische Aufbereitung für das Verkehrshauspublikum).

Kindergarten/Unterstufe – Primarstufe

  • Modul "Natur erleben, erforschen, verstehen" (Mensch & Umwelt)
  • Modul "Im Wasser und im Freien" (Bewegung & Sport)

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Studienwochen (teilweise fächerübergreifend)

Zweiwöchige Studienreisen in den Senegal (Geographie)

Geographie befasst sich u.a. mit Ländern und Regionen fern der Schweiz. Um die im Lehrplan verankerte Entwicklungsländerproblematik besser zu verstehen, bietet die PH Luzern zweiwöchige Studienreisen in den Senegal an.

Im direkten Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung werden Themen erörtert wie Geologie, Kolonialgeschichte, Rohstoffe, städtischer und ländlicher Lebensraum, Industrialisierung, Stellung der Frau, Islam, Desertifikation, Raumplanung und Ökotourismus.

Ziel ist es, sich mit spezifischen Problemen der Sahelländer am Beispiel des Senegals auseinanderzusetzen und somit Perspektiven eines Natur-Technik-Gesellschaft-Verhältnisses zu erfahren, die für uns Mitteleuropäer zum Teil ungewohnt sind. Die vor Ort gesammelten Erkenntnisse werden nachbereitend für den Unterricht didaktisch umgesetzt.

→ Eindrücke von der Studienreise 2010

Studienwoche Schweiz (Geographie-Geschichte)

Diverse regionale historische und geographische Themen: Sozioökonomische Verhältnisse Uri–Tessin, Tourismus Urseren, Säumer am Gotthard, Gottharddenkmal, Strahlerei, Reisen und Rasten, Rhonegletscher, Aufstand in der Leventina etc.

Obligatorische Studienwoche "Bodenwerkstatt" (Naturwissenschaften-Geographie)

Terrestrische Ökologie im Meggerwald (Sekundarstufe I)

Fakultative Studienwoche "Technikgeschichte" (Naturwissenschaften-Geschichte)

Das historisch-technische Museum (Verkehrshaus) aus der Perspektive des Publikums und der Ausstellungsmacher/innen (Sekundarstufe I)

Impulswoche Lernen am Gegenstand (fächerübergreifend)

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Spezialisierungsstudium "Lernort Museum"

Als Bestandteil des regulären Diplomstudiums besuchen alle Studierenden der PHZ in den Studiengängen Kindergarten/Unterstufe, Primarstufe und Sekundarstufe ein Spezialisierungsstudium, in dem sie sich Qualifikationen in einem speziellen Fachbereich erwerben. Für Studierende der Sekundarstufe I bietet die PHZ das Spezialisierungsstudium "Lernort Museum" an.

Hier lernen die Studierenden etwa, die zahlreichen museumspädagogischen Programme der Museen der Zentralschweiz als attraktiven ausserschulischen Lernort in ihrem Unterricht einzusetzen. Sie erfahren von Praktikern wie Kuratoren, Gestaltern,  Marketingfachleuten, Fundraisingspezialisten, wie eine wirkungsvolle Ausstellung realisiert wird und setzen diese Erkenntnisse um.

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Weitere Projekte

Geschichte

  • Projekt "’raus aus dem Haus" mit allen Erstsemestrigen des jeweiligen Studiengangs: Luzernfahrten nach Sursee, ins Seetal, nach Beromünster und ins Urner Reusstal.
  • Historisches Lernen im Rahmen von Veranstaltungen des Kulturzirkels der PHZ Luzern: Tages-Exkursionen in die Leventina, ins Luzerner Seetal und Hinterland (Willisau).

Naturwissenschaften

  • Weiterbildungstage "Mädchen und Technik"; Das Technik- und Naturwissenschaftsverständnis fördern, mit Fokus auf gendergerechte Lernansätze. Zusammenarbeit mit dem Verkehrshaus.
  • Die Lernburg Allmend der PHZ Luzern und der Stadt Luzern möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche mit Freude Naturwissenschaften erfahren und ein zeitgemässes Wissenschaftsverständnis erwerben können. Sie besteht aus einer ehemals militärisch genutzten Nahkampf-Ruine (Bild) sowie der eigentlichen Allmend mit den Tümpeln, Wiesen und Wäldern.

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